Mai 22

Joris Luyendijk - Wie im echten Leben: Von Bildern und Lügen in Zeiten des Krieges

Joris Luyendijk - Wie im echten Leben

“Ein Buch über den Nahen Osten musst du in der ersten Woche schreiben. Je länger du dich hier rumtreibst, desto weniger kapierst du.”

Dieses Zitat stammt aus dem Buch des niederländischen Journalisten Joris Luyendijk.
Wer daraufhin sein Buch „Wie im echten Leben“ liest, stellt sehr schnell fest, dass dieses erst nach einem fünfjährigen Aufenthalt im Nahen Osten geschrieben worden ist. So merkt man dem Buch den Versuch an, die komplexen Verhältnisse im Nahen Osten einfach und anschaulich unter dem Stichwort „Medien“ verdeutlichen wollen.
In weiten Teilen gelingt dies auch gut, was das Buch zu einem lesenswerten Buch über die Rolle der Medien im Nahen Osten macht. Dass es mitunter zu journalistischen Verkürzungen und teilweise auch starken Vereinfachungen kommt, ist dem geringen Umfang (137 Seiten) des Buches und der Komplexheit des Themas geschuldet.

Luyendijks Einblick auf die journalistische Arbeit im Nahen Osten macht deutlich, wie gezielt dort Themen zu Nachrichten inszeniert werden und wie beide Seiten des Konflikts versuchen, ein bestimmtes, für sie positives, Medienbild zu prägen.

Indem sich der Autor sehr kritisch mit der Rolle der Medien auseinandersetzt, werden dem Leser die Augen geöffnet und dieser erhält eine klarere Vorstellung über die Krisenherde dieser Welt.

In den Niederlanden löste dieses Buch eine Breite Diskussion über die Rolle der Medien aus. Leider ist es der deutschen Ausgabe wohl nicht vergönnt, eine ähnliche Diskussion hier in Deutschland auslösen zu können.

Interessant ist auch hier übrigens das Titelfoto. Auf der rechten Seite des Bildes kniet DIE Ikone der Krisen- und Kriegsfotografie James Nachtwey neben vielen anderen Fotografen und wartet auf den Steinwurf. Also solche Ikone werden zu einem Teil der Medieninszenierung…

Das Buch ist im Tropen Verlag (ISBN-10: 3932170253) erschienen, kostet 19,80 €.

Meine Empfehlung lautet: kaufen und lesen!

 

Mai 13

rühling in Paris – das schreit förmlich nach farbenfrohen Bildern mit verliebten Pärchen vor traditionellen Sehenswürdigkeiten.
In der Tat gab es viele Liebespärchen und natürlich auch Sehenswürdigkeiten – doch leider wirken die Bilder in Farbe einfach nicht. Paris ist eine Stadt in schwarz / weiß. Keine Ahnung wieso, aber die Photos wirken in schwarz / weiß einfach stimmungsvoller. Gut, der Eiffelturm ist im Grunde ziemlich farblos und wirkt durch seine Struktur, doch auch normale Straßenszenen wirken in Farbe nicht so schön, wie in schwarz / weiß.

Auch wenn ich an die klassischen Parisbilder denke, so sind diese ausnahmslos alle in schwarz / weiß.

Was im Nachhinein etwas schade war, dass ich aus Platzgründen nur meine Coolpix 5100 mitgenommen hatte. Ganz abgesehen von der Optik kann ein ordentliches 16bit raw Format kann einfach in der digitalen Dunkelkammer mehr.

Aber egal, ich bin mit den Photos nicht unzufrieden:

Alte Liebe rostet nicht

Alte Liebe rostet nicht - Tim M. Hoesmann

Traumerfüllung am Eifelturm - Tim M. Hoesmann

Traumerfüllung am Eifelturm - Tim M. Hoesmann

Eifelturm - Tim M. Hoesmann

Eifelturm - Tim M. Hoesmann

Kommentare und Meinungen sind natürlich herzlich gern gesehen!