Joris Luyendijk - Wie im echten Leben: Von Bildern und Lügen in Zeiten des Krieges
Dieses Zitat stammt aus dem Buch des niederländischen Journalisten Joris Luyendijk.
Wer daraufhin sein Buch „Wie im echten Leben“ liest, stellt sehr schnell fest, dass dieses erst nach einem fünfjährigen Aufenthalt im Nahen Osten geschrieben worden ist. So merkt man dem Buch den Versuch an, die komplexen Verhältnisse im Nahen Osten einfach und anschaulich unter dem Stichwort „Medien“ verdeutlichen wollen.
In weiten Teilen gelingt dies auch gut, was das Buch zu einem lesenswerten Buch über die Rolle der Medien im Nahen Osten macht. Dass es mitunter zu journalistischen Verkürzungen und teilweise auch starken Vereinfachungen kommt, ist dem geringen Umfang (137 Seiten) des Buches und der Komplexheit des Themas geschuldet.
Luyendijks Einblick auf die journalistische Arbeit im Nahen Osten macht deutlich, wie gezielt dort Themen zu Nachrichten inszeniert werden und wie beide Seiten des Konflikts versuchen, ein bestimmtes, für sie positives, Medienbild zu prägen.


