Jun 30

Laut, bunt, schrill und mit zum Teil sehr viel nackter Haut, fand am 28. Juni zum 30. mal der CSD (Christopher Street Day) Umzug in Berlin statt. Über 50 Wagen zogen Ost nach West durch die Berliner City. Mit dem Motto “Hass Du was dagegen” haben zehntausende Schwule und Lesben auf ihre Probleme in der Gesellschaft hingewiesen. Auch wenn es aufgrund der bunten Kostüme und lauten Musik nicht immer gleich eindeutig ist, ist der CSD eine politische Demonstration. Der Christopher Street Day erinnert alljährlich an eine Straßenschlacht vom 29. Juni 1969 zwischen Homosexuellen und der Polizei in der New Yorker “Christopher Street”.

Bilder gibt es selbstverständlich auch. Die Bilder sind übrigens mit einem 10 mm Fischauge gemacht worden, ein sehr spaßiges Objektiv!

Jun 2
DW - Global Media Forum
icon1 Tim M. Hoesmann | icon2 Bildjournalismus | icon4 06 2nd, 2008| icon3No Comments »

In Bonn findet vom 1. bis zum 3. Juni das erste Deutsche Welle Global Media Forum statt. Bei dieser internationalen Medienkonferenz geht es thematisch um die Rolle der Medien bei Friedensstiftung und Konfliktprävention.
Über 1000 Medienvertreter aus der ganzen Welt diskutieren in zahlreichen Panels und Workshop über die Rolle der Medien. Eine solche Veranstaltung stattfinden zu lassen ist lange überfällig.

Viele Konzepte und Ansätze für den Aufbau unabhängiger Medien stammen noch aus der Zeit des Kalten Krieges. Für den Wandel von der Diktatur zur Demokratie, für die Auflösung der staatlichen Medienmonopole und die Gründung kommerzieller Presse- und Rundfunkveranstalter bestanden nach dem Ende des Warschauer Paktes jedoch andere Voraussetzungen, als wir sie heute in Transformationsländern vorfinden.

Medienterrorismus ist ein neues Phänomen, welches durch die Anschläge in New York 2001 eine völlig neue Bedeutung erfahren hat. Anschläge werden häufig nach ihrer medialen Wirkung geplant – hier die Rolle der Medien zu hinterfragen ist unumgänglich.

Auch in Afrika spielen Medien bei den zahlreichen Krisen und Kriegen eine wesentliche Rolle. Der brüchige Frieden vieler Staaten darf nicht durch die Medien gefährdet, sondern muss vielmehr gefördert werden.

Das Deutsche Welle Global Media Forum versucht auf diese schwierigen Fragen Antworten zu finden.

Jun 1

Eröffnungsrede

Eröffnungsrede - Tim M. Hoesmann

Riesengroß hängt das Bild eines vom Kampf erschöpften US-Soldaten (Fotograf: Tim Hetherington) über den Köpfen der Besucher in der Berliner Parteizentrale der SPD.

Dieses Bild ist der Gewinner des diesjährigen World Press Photo Awards. Zusammen mit 155 anderen herausragenden Fotowerken ist es vom 30.05. bis zum 22.06. in Berlin zu sehen.

Der World Press Photo Award wird seit 1955 vergeben. Mit dem Preis werden herausragende fotojournalistische Arbeiten eines Jahres gewürdigt. Der Preis hat sich zu der renommiertesten Auszeichnungen für professionelle Pressefotografen entwickelt. Da sich, im Gegensatz zum Pullitzer Preis, hier Fotografen aus der gesamten Welt um eine Auszeichnung bewerben können, hat die Jury jedes Jahr eine Auswahl aus mehr als 80000 Fotos zu treffen. Hier das Beste herauszufinden ist sicherlich keine leichte Ausgabe.

Das Gewinnerbild dieses Jahr steht wie kein anderes für den US amerikanischen Krieg im Afghanistan. Erschöpft vom Kampf und ohne Aussicht auf einen klaren Sieg, sieht man einen US Soldaten an einer Lehmwand lehnen. Das Bild selbst ist etwas verwackelt und unscharf – und gerade daher umso eindrucksvoller und persönlicher. Gemacht wurde es von Tim Hetherington, welcher als embedded journalist die US amerikanischen Truppen begleitet.

Doch auch die anderen Fotos in den insgesamt 9 Kategorien (Spot News, General News, People in News, Portraits, Sports, the arts, Daily Life, Science and Technology, Nature and Environment) sind zum Teil sehr beeindruckende Werke der Fotoografie.

Die Ausstellung wird in 6 Sprachen rund um den Globus gezeigt und bei der letztjährigen gab es mehr als 1 Mio Besucher. Der diesjährigen ist hoffentlich ein ähnlicher Erfolg vergönnt.